„I'm not strange, weird, off, nor crazy, my reality is just different from yours“
Lewis Carroll / Alice in Wonderland

Leben ist Beziehung. Unsere intimsten Beziehungen sind unser größtes Wachstumspotenzial.

Herzlichen Glückwunsch! Wenn Sie hier gelandet sind, haben Sie sich für Liebe, Bewusstheit und die Möglichkeit der Progression entschieden. Die Liebe ist ein ergebnisoffener Prozess. Leben heisst verletzlich sein. Lassen Sie sich darauf ein. Vulnerabilität, Authentizität und Selbst-Liebe sind die Basis Ihres ganzen Potenzials. Nur wenn Sie sich selbst kennen und annehmen, können Sie Ihren Partner erkennen. Wachstum passiert meist nicht in der comfort-zone. Wachstum ist unbequem und manchmal schmerzhaft. Liebe ist ein Geschenk aber kein Zustand. Liebe ist eine Entscheidung. Liebe ist ein bewusster Prozess. Liebe ist Commitment. Liebe braucht Ihr  Engagement.


LEISTUNGEN
* Paartherapie und Beratung // Couple Counseling in english

BEGLEITUNG BEI
* Beziehungskonflikten, akuten Krisen
* Prophylaxe – Wege zur bewussten Beziehung
* bewusste Beziehung / Psycho-Edukation
* Nähe / Distanz
* Co-Parenting
* Let's talk about Sex
* Exits & Aussenbeziehung
* bewusste Trauer/Trennung/Abschied
* (unerfüllter) Kinderwunsch

Himmel und Hölle sind keine Orte, sondern Zustände in unseren Beziehungen. Unsere intimsten Beziehungen sind komplexe Felder reziproker Interaktionen und der Raum unseres größten persönlichen Wachstumspotenzials. Liebe ist ein Gefühl, aber liebe ist auch ein Verb, ein
„Tun-Wort“. Liebe wird aus Mut gemacht. Die Entscheidung zur bewussten Reflexion mit einem Therapeuten/Coach zeugt von Souveränität. Sie mag aus Ohnmacht und Verzweiflung entstehen, aber Ihre Beziehung ist nicht verloren wenn Sie entscheiden, sich professionell untersützen zu lassen, sondern im Gegenteil: Sie handeln bewusst, Sie agieren und bewegen sich von manchmal schon sehr dünnem Eis wieder auf tragfähigen Boden.

Vielleicht sind Sie in einer Situation wo Sie das Gefühl haben, sich nicht mehr mitteilen zu können oder nicht gehört zu werden. Vielleicht erwarten Sie ein gemeinsames Kind oder haben einen unerfüllten Kinderwunsch. Vielleicht ist es eine Krankheit, die Sie oder Ihren Partner getroffen hat und die Sie beide vor eine neue Situation und Herausforderungen stellt. Immer dann, wenn wir das Gefühl haben, die Verbindung zu verlieren, ist es so besonders wichtig, in achtsamen und bewussten Kontakt miteinander zu gehen. Wenn Sie planen gemeinsame Kinder als Co-Parents zu begleiten, ist es eine große Chance, im Vorfeld, den anderen Elternteil intensiver kennenzulernen und die elementaren Themen gemeinsam zu reflektieren, um die eigenen Pakete nicht in diese Beziehung zu tragen und vor allem auch nicht an die Kinder (unbewusst) weiter zu geben. Mo people - mo problems - die jeweiligen Partner nicht zu vergessen. Schaffen Sie eine tragfähige Basis und etablieren Sie eine wertschätzende Kommunikation untereinander, um das erhöhte Konfliktpotenzial nicht Ihre gemeinsame Vision des liebevollen Miteinander in gemeinsamer Elternschaft gefährden zu lassen.

We hurt the ones we love the most / we get hurt by the ones we love the most. Die Menschen die wir anziehend finden, sind genau die, die für uns die größten Herausforderungen bringen werden. Was klingt wie ein Paradoxon, ist das Potenzial Ihres persönlichen Wachstums. 

Genau hier setzt IMAGO an. Try something radically different.

Ich biete Ihnen den sicheren Raum, in dem echte Begegnung und urteilsfreie Kommunikation, die Ihren eigenen Selbstwert und den Ihres Gegenübers nicht bedroht, stattfinden kann. Gemeinsam eruieren wir die Dynamiken Ihrer individuellen Beziehung. Der Weg zur Bewusstwerdung führt durch die Konfrontation mit dem Unbewussten. Wie Sie einander begegnen, miteinander umgehen, bestimmt die Qualität Ihres emotionalen, körperlichen und geistigen Wohlbefindens. Beziehungen fordern uns heraus, mehr über uns selbst zu erfahren. In der Auseinandersetzung mit Ihren Beziehungserfahrungen lernen Sie essentielle Informationen über sich selbst und Ihre Art zu lieben kennen. Wer Sie sind, wie Ihre Dynamik in Beziehungen ist und warum Sie genau den Partner wählen, den Sie wählen. Unsere Art zu lieben ist geprägt von klaren Mustern und Konzepten, subtilen und manchmal manipulativen Prozessen. All das ist uns meist nur leider ziemlich unbewusst. Es sind nicht viele Dinge, die zu wissen und zu verstehen nötig sind um zu erkennen, wer Sie sind und wie Sie lieben. Die Kunst des Liebens kann erforscht und erlernt werden.

Je mehr Ihr Partner Ihre "Trigger-Punkte" trifft bedeutet nicht, dass Sie den falschen Partner gewählt haben, sondern im Gegenteil. Erkennen Sie sich selbst im Spiegel des Anderen? Die Krise ist keine Katastrophe, sondern ein ganz normaler Wachstumsprozess, der in lebendigen Beziehungen IMMER auf die romantische Verliebtheitsphase folgt. Das ist natürlicher Weise so. Dieser progressive Zustand fühlt sich dann verletzend oder gewaltsam an, wenn wir ihn nicht erkennen, uns dagegen wehren oder versuchen ihn zu unterdrücken. Das Maß wahrer Liebe bemisst sich auch darin, wie sehr Sie einander kränken können. Fragen Sie sich: wollen Sie Recht haben, oder in Verbindung sein? Was Sie verbindet ist wichtiger als das, was Sie trennt!

Last but not least ist die Liebe ein ergebnisoffener Prozess. Manchmal ist die Trennung ein durchaus sinnvoller Weg. Wenn – zumindest momentan – keine Verbindung, kein gemeinsames Wachstum und kein gegenseitiges Verständnis mehr möglich sind. Ich begleite Sie darin, den Unterschied zu erkenne und falls Sie die Trennung als Ultima Ratio – als bewusst getroffene Möglichkeit wählen – begleite ich Sie auch hier. Durch eine respektvolle Trennung, die eine Chance für beiderseitiges Wachstum und keine Katastrophe ist. Konstruktives Klären und Abschied nehmen bei Trennung und Scheidung. Ich unterstütze Sie darin die  Kommunikation nicht abreißen zu lassen. Ein wichtiger Schritt um keine neuen, unnötigen Verletzungen hinzu zu fügen  – vor allem, wenn Kinder involviert sind. 

 “The more intensely you fall in love – the deeper the wound was in childhood.“ 
Harville Hendrix

Therapie und Coaching sind eine intensive und sehr persönliche Form der Zusammenarbeit. Wir begegnen uns in einem Raum frei von Vorurteilen und Beurteilungen. In respektvoller Atmosphäre werden Sie und Ihr Anliegen gehört und mit absoluter Diskretion vertraulich behandelt.

WARUM PAARTHERAPIE?
Im gemeinsamen Prozess mit mir reflektieren Sie bewusst Ihre eigene und die andere Realität, Ihre Beziehungs- und Konfliktstruktur, Ihre persönlichen Konzepte und Abwehrmechanismen und die Ihres Partners. Im geschützten Rahmen kann das bisher ungesagte und vielleicht unbewusste Gestalt annehmen und die nötige Konfrontation mit den konfliktauslösenden Ursachen stattfinden. Das erfordert Mut und ist oftmals belastend, ermöglicht aber auch Klarheit und Entwicklung. Sie gehen zurück zu den Wunden der Kindheit um zu heilen und die alten, längst nicht mehr tragfähigen Muster loszulassen. 

Sie lernen die Kunst der Kommunikation als Tool um in Stresssituation anders reagieren zu können als mit Kampf, Flucht oder Starre. Der Beziehungsraum zwischen Ihnen und Ihrem Partner ist ein sacred ground. Vergiften Sie Ihn nicht. Kreieren Sie stattdessen einen holy space, in dem Sie sich sicher fühlen und sich bewusst im Jetzt und Hier begegnen.
 

WANN PAARTHERAPIE – CHECKLIST: 10 Punkte zur Prüfung ob wir uns treffen sollten:
* wenn Sie nicht mehr miteinander reden können
* wenn Sie miteinander reden, aber die Gespräche sich in Vorwürfe und Streit münden und der Ton keine Musik mehr macht
* wenn Sie Angst davor haben bestimmte Dinge anzusprechen und sie darum schweigen
* wenn Sie oder Ihr Partner sich verhält wie ein strafender Elternteil – z.B. Liebesentzug
* wenn Sie um die Wette eifern, sich gegenseitig als Konkurrenz betrachten
* wenn Sie oder Ihr Partner eine Affäre /Aussenbeziehung eingegangen ist
* wenn Sie immer wieder über die selben Kleinigkeiten streiten, oder denken, dass alles ganz   einfach wäre, wenn Ihr Partner sich nur ändern würde
* wenn Sie zwar in einem Haus leben, aber komplett nebeneinander her. Friedliche Koexistenz ist nicht zu verwechseln mit Resignation
* wenn Ihr Sexleben sich signifikant verändert hat
* wenn Sie vor besonderen Herausforderungen stehen – Job, Finanzen, Familie, Gesundheit

TIPS FÜR DEN NEUEN WEG
Für den Moment, oder bis wir uns sehen – calm down, hold your horses und bündeln Sie Ihre Energie. Üben Sie De-Eskalation statt Provokation. Schliessen Sie einen Waffenstillstand. Versuchen Sie die Diskussionen über Vorstellungen und Erwartungen, richtig oder falsch, etc. zu lassen. Logische Argumente machen nur Sinn, so lange die Emotionen ein gewisses Level nicht überschritten haben. Das könnte in Ihrer aktuellen Situation nicht mehr der Fall sein. Erneute Gespräche nach alten Muster werden vermutlich wieder nicht zu mehr Verständnis führen und stattdessen nur weitere Verletzungen verursachen. Die Liebe ist eine vollkommen irrationale Angelegenheit. Warum sollte sie rationalen Argumenten folgen? Noch dazu in einem Streit? Von daher: Pause. Durchatmen. Let go.

Beobachten Sie sich selbst. Was sind Ihre Trigger Punkte? Worüber sind Sie so wütend? Was verletzt Sie? Was macht Ihnen Angst? Woher kennen Sie das Gefühl? Wie reagieren Sie darauf? Provozieren Sie keine Reaktion im Außen. Spüren und betrachten Sie Ihr Innenleben. Wertschätzen Sie das was trägt und funktioniert. Denken Sie daran, was Sie gemeinsam erreicht haben, betrachten Sie die Qualitäten Ihres "siginifcant other". 

 

PSYCHOEDUKATION  – ein wenig aus dem Nähkästchen...

* MINIMIERER GEGEN MAXIMIERER
Konflikte entstehen durch unerfüllte Sehnsucht nach Balance. Im Konflikt zeigen sich unsere Konzepte und Abwehrmechanismen. Wir brausen auf wie ein Hagelsturm, oder ziehen uns in unseren Panzer zurück wie eine Schildkröte. Es sind die Gegensätze, die sich anziehen, denn hier liegt das Potenzial für gemeinsame Entwicklung. Erkennen Sie Ihr Stressreduktionsmuster, ob Sie Schildkröte oder Hagelsturm sind, wie die Konfliktstruktur Ihrer Beziehung aufgebaut ist und warum Sie in Konflikt- und Stresssituationen reagieren wie Sie reagieren. 

* DU UND ICH. JETZT UND HIER.
In Paarbeziehungen wählen wir unbewusst Partner, die ähnliche Verletzungen erfahren haben wie wir selbst, aber ein komplementäres Verhaltensmuster als Strategie entwickelt haben, damit umzugehen. Dies ist der Grund, warum wir auf „magische Weise“ voneinander angezogen werden, aber auch, warum es sich an einem gewissen Punkt verhakt. Klingt bekannt?  Wenn jemand unsere unbewussten offenen Wunden trifft, werden wir erneut verletzt und das löst alte Emotionen und Reaktionsmuster in uns aus. Im Bewusstmachen dieser Verletzungen liegt der Schlüssel zur Heilung. Verstehen ist die Basis für Veränderung. Be a lover not a fighter!

* 90/10
Nur 10 Prozent der aktuell erfahrenen Emotionen in einem Konflikt liegen in der Gegenwart. Die restlichen 90 Prozent kommen aus der Vergangenheit. Das heißt sie sind nicht real. Es handelt sich um alte subjektive Erfahrungen und Empfindungen, die in einem Konflikt wiederholt werden. Lernen Sie den Unterschied zwischen Ihren Projektionen, den Schutzmechanismen Ihres Egos, den Strategien und der wahren Realität zu erkennen. Diese Emotionen behindern uns uneingeschränkt im Moment zu sein. Es geht darum, sie von der unbewussten in die bewusste Ebene zu holen, sie anzusehen, anzunehmen und aufzulösen.

* IHRE TRIGGER PUNKTE SIND IHRE TRIGGER PUNKTE
Sie können Ihren Partner wechseln aber Ihre Konflikte werden dieselben bleiben. An einem gewissen Punkt werden Sie einfach ein Déjà-vu mit jemand anderem erleben, der wieder Ihre Trigger-Punkte drückt. Das Gesetz der Anziehung wird Sie so lange zu ähnlichen Partnern hinziehen, bis Sie Ihre eigenen Muster erkannt und aufgelöst haben. Im Erkennen Ihrer Beziehungsmuster und Trigger liegt der Schlüssel zu Ihrem persönlichen Wachstum. Holen Sie alle Ihre Projektionen zu Ihrem Selbst zurück. Verbinden Sie sich mit sich selbst, befreien Sie sich von Abhängigkeit und lassen Sie (endlich) Heilung geschehen.

*FIGHT FLIGHT FREEZE
Der Hirnstamm, auch bekannt als „Reptiliengehirn“, ist der älteste Gehirnteil des Menschen und steuert lebenswichtige Reflexe. Wenn als Bedrohung empfundene Erinnerungen, Ängste und Gefühle getriggert werden, können wir jedoch nur noch in Überlebens- uns Schutzmechanismen denken: kämpfen, flüchten oder erstarren. Auch wenn die aktuelle Situation vollkommen anders ist als die der frühkindliche Erfahrung werden unbewusst die selben Schutzmuster ausgelöst.

* VULNERABILITÄT
Verstecken Sie Ihre Verletzlichkeit nicht. Stehen Sie dazu und nehmen Sie sie bedingungslos an. Ihre Vulnerabilität ist Ihre Basis von Kreativität, Empathie und Brücke zu Verbundenheit. Ihre Verletzlichkeit macht Sie schön und authentisch. Verwechseln Sie Verletzlichkeit nicht mit Schwäche und Versagen. Don't cover real emotions with a fake smile. Nehmen Sie die Maske ab und teilen Sie Ihre Träume und Erfolge aber auch Ihre Sorgen. Wenn Sie Ihre eigene Vulnerabilität nicht spüren, akzeptieren und sichtbar machen, werden Sie kaum Empathie für andere entwickeln. Vor allem als Mann – Sie sind keine Sissy, wenn Sie sich verletzlich zeigen. You're only human.

* HEILEN DURCH BEZIEHUNG
Erkennen Sie das Potenzial in Ihren Konflikten und warum Ihr Partner das perfekte Pendant ist, um mit Ihnen zusammen zu wachsen und zu heilen. Richtig genutzt ist der Konflikt die Tür zu einem tieferen Verständnis und erst dann kommt die wahre Liebe. Steigen Sie aus dem Kreislauf von verletzen und verletzt werden aus. Schaffen sie Frieden. Ein Prozess der Mut und absolute Bewusstheit erfordert. Er verlangt von beiden Partnern Vertrauen, Integrität, Empathie und echtes Commitment. Disziplin. Schaffen Sie die Basis für eine Partnerschaft in der Sie aufrichtig und bedingungslos lieben können und eine Beziehung, in der Liebe nicht mit Abhängigkeit oder Bequemlichkeit verwechselt wird. Transformieren Sie Besitzansprüche, Kontrolle und Manipulation in Freiheit, Loyalität und Ehrlichkeit. Das Leben ist zu kurz für schlechte Beziehungen.

* ÜBERNEHMEN SIE VERANTWORTUNG
Die Qualität Ihrer Beziehung liegt allein in Ihren Händen. Sie entscheiden, ob sie Chaos und Krise oder Harmonie und Balance kreieren. Sie sind verantwortlich. Seien Sie selbst die Veränderung, die Sie in Ihrem Partner sehen möchten. Agieren Sie, statt nur zu reagieren und geben Sie NIEMALS NIEMALS NIEMALS einfach auf. Eine der „Hauptsünden“ gegen die Liebe besteht darin, dass wir vor Hindernissen zurückweichen. Wenn es kompliziert wird werfen wir hin. Dabei steckt genau in der Herausforderung das persönliche Wachstumspotenzial.

Wir können wachsen und heilen in Beziehungen. Springen Sie ruhig öfter mal über Ihren Schatten, geben Sie Irrtümer zu, zeigen Sie Ihren Schmerz und öffnen Sie Ihr Herz neu. Aber seien Sie achtsam und sehen Sie sich Ihr Gegenüber ganz genau an. Niemand hat das Recht Sie schlecht zu behandeln. Wenn Sie nicht gut auf sich achten, wird es niemand sonst tun. Wertschätzen Sie sich. Haben Sie keine Angst davor für sich selbst einzustehen. Erkennen Sie den Unterschied zwischen tolerantem Akzeptieren und erdulden von Übergriffigkeiten seitens Ihres Partners oder anderer. Lassen Sie nicht zu, dass sich Ihre Kindheitstraumata in der Gegenwart fortsetzen. Freiheit ist nur dann eine Möglichkeit wenn Sie in der Lage sind NEIN zu sagen.

* EXITS & AUSSEREHELICHE BEZIEHUNGEN
Exits sind Aktivitäten in die wir uns flüchten, wenn es uns nicht (mehr) möglich erscheint, „quality time“ mit dem Partner zu verbringen. Exits sind Bewältigungsstrategien, um die Situation erträglicher zu gestalten. Exits können normale Pflichten, Sorgsamkeiten oder Hobbies sein, die im Übermaß betrieben werden. Katastrophale Exits sind Süchte, Krankheiten und Affären. Das finale Exit ist die Trennung bzw. Scheidung, der Moment in dem die Hoffnung auf Erfüllung des eigenen Entwicklungsbedürfnisses mit dem Partner aufgegeben wird. Exits sind Ausflüchte, aber keine Lösungen und binden sehr viel Energie. Analysieren Sie die Situation, wenn möglich schließen Sie Ihre Exits und finden Sie Wege, sich wieder neu zu verbinden. Lernen Sie, Exits in bewusste Entwicklungsbedürfnisse zu verwandeln und diese entsprechend zu formulieren.

* ANGSSTÖRUNG
Angststörungen werden häufig durch Partnerschaftskonflikte ausgelöst. Sie werden durch einen Autonomie-/ Abhängigkeitskonflikt aktiviert, der seinen Ursprung in den frühen Bindungs-erfahrungen des Betroffenen hat. Das große Bedürfnis nach Geborgenheit, Sicherheit und symbiotischer Beziehung steht dem Bestreben nach Autonomie gegenüber. Wenn starke Impulse z.B. aggressiver oder sexueller Natur nach außen drängen, gerät die Beziehung in Gefahr. Wenn sich ein innerer Konflikt zwischen dem Bedürfnis nach Abhängigkeit und dem Bestreben nach Selbständigkeit nicht auflösen lässt, stellt die Angstsymptomatik eine Art Kompromisslösung für diesen unbewussten Konflikt dar. Ein fauler Kompromiss, mit hohem Preis.

Wachstum in der Liebe erfordert die Bereitschaft hinzusehen, auch an die dunklen, unschönen und schmerzhaften Ort. Schließlich sich selbst zu dehnen und die Bedürfnisse des Partners zu hören und anzunehmen. Diese Bereitschaft ist wiederum die Basis für das eigene Wachstum. Partnerschaftliche Liebe ist ein dynamisches System. Unsere Comfort-Zone mag ein schöner und bequemer Ort sein – aber unser Wachstum findet anderorts statt.

* KO-ABHÄNGIGKEIT
Ursprünglich wurde der Begriff „Ko-Abhängigkeit“ für Partner von süchtigen Menschen benutzt, die selbst nicht süchtig, jedoch auf zerstörerische Weise in die Beziehung zum Partner verstrickt sind bzw. dessen Sucht unterstützen.

Ohne Wachstumsmöglichkeit entstehen instabile Beziehungen. Es kommt zu Machtkämpfen, Schuldzuweisungen, Dramen oder der Suche nach einem anderen Partner. Es entwickelt sich eine unhaltbare Beziehungssituation, die weit mehr Kraft kostet als sie gibt. Man spricht hier von Ko-Abhängigkeit. Eine ko-abhängige Beziehung ist keine echte Beziehung – hier werden Deals geschlossen und manipuliert. Statt wirklichem in Beziehung sein, entsteht eine Form von Pseudo-Nähe.

Ko-Abhängige sind süchtig nach Kontrolle und Bestätigung. Da sie nicht gelernt haben, sich selbst zu lieben, versuchen sie Liebe und Bestätigung zu manipulieren. Der grundsätzliche Irrtum, dem Ko-Abhängige erliegen, ist zu glauben, dass Liebe kontrollierbar sei. Ihre Aufmerksamkeit ist so sehr damit beschäftigt, bewusst oder unbewusst zu kontrollieren, was ihr Gegenüber fühlen, denken, tun oder lassen soll, dass der Kontakt zu den eigenen Gefühlen so gut wie abgestorben ist.

Ko-Abhängige respektieren andere nicht als selbstständige, eigenständige Wesen, weil sie sich selber nicht als solches empfinden. Ko-Abhängige lenken sich von sich selbst und dem unverarbeiteten Schmerz ihrer Vergangenheit unter anderem dadurch ab, dass sie andere erwachsene Menschen versuchen zu verändern. Sie verwechseln die aktuelle Situation immer wieder mit den Erfahrungen ihrer Kindheit, in der ihr Wohlbefinden tatsächlich von anderen Menschen abhängig war.

* SHOULD I STAY OR SHOULD I GO
Trägt diese Beziehung noch? Lässt sich die gemeinsame Beziehungsvision noch erfüllen oder ist es besser, jetzt aus dem Kreislauf sich wiederholender Enttäuschungen, unerfüllter Wünsche und fortwährender Verletzungen auszusteigen?

Wir können wachsen und heilen in Beziehungen, Ent-Täuschungen bringen bei bewusstem Hinsehen Klarheit. In großen Liebesbeziehungen spüren wir eine essentielle Verbundenheit. Diese täuscht zunächst über die existenzielle Getrenntheit hinweg, wie auch darüber, dass wir den Partner mit idealisierenden Projektionen und unrealistischen Vorstellungen überfrachten. Das, was wir im anderen sehen, oder von unserem „significant other“ fordern, ist oft vollkommen überzogen und niemand kann diesen Projektionen und Ansprüchen auf Dauer standhalten.

Und dann beginnt der Machtkampf: stolz stehen sich die Partner gegenüber und demonstrieren Macht und Arroganz. Aber in der Arroganz wachsen keine Qualitäten. Liebe endet wo Arroganz beginnt. In unserem Ego gekränkt, regen wir uns auf, oder gehen auf Distanz. Doch unser Widerstand sabotiert Erkenntnis und raubt viel Energie. Und warum regen wir uns überhaupt auf? Wenn man etwas ändern kann, braucht man sich nicht aufregen und wenn man es nicht ändern kann, hilft das Aufregen auch nicht weiter. Don’t hate – change! Verlieren Sie nicht die Verbindung – zu sich selbst und zu Ihrem Partner – und werfen Sie NIEMALS NIEMALS NIEMALS im Affekt einfach hin!

Hinterfragen Sie die Qualität Ihrer Beziehung. Was Sie verbindet, ist wichtiger als das, was Sie trennt! Reflektieren Sie Ihre Anteile an Konflikten, Ihre Muster und Konzepte. Sie sind verantwortlich. Sortieren Sie Ihre Werte und treffen Sie eine bewusste Entscheidung, für eine gemeinsame Zukunft oder das Ende der Beziehung. Lassen Sie sich ein auf einen bewussten, ehrlichen und ergebnisoffenen Prozess.

 

LIEBE!